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Makuladegeneration (MD)

Bei der Makuladegeneration ist vornehmlich der Punkt des schärfsten Sehens (Makula) betroffen. Meistens bleibt das äußere Gesichtsfeld und damit die Orientierungsfähigkeit erhalten. Die Symptome der MD sind vor allem: Verschlechterung von Sehschärfe, Lesefähigkeit, Kontrastempfinden, Farbsehen und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lichtverhältnisse, sowie Erhöhung der Blendempfindlichkeit. Es ist dem Betroffenen nicht mehr möglich, einen Gegenstand direkt zu betrachten (fixieren), so kann man z. B. eine Uhr sehen, aber die Uhrzeit nicht erkennen. Ein Gesprächspartner ist zwar sichtbar, nicht aber seine Gesichtszüge.

Man unterscheidet im wesentlichen zwischen zwei Formen der Makuladegeneration:

1:    altersbedingte/ senile MD
2:    juvenile MD

zu 1) Die Bezeichnung altersbedingte MD kommt daher, daß die ersten Symptome nicht vor einem Alter von 45 – 50 Jahren auftreten und die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung mit zunehmendem Alter wächst.

zu 2) Die juvenile Makuladegeneration kann dagegen bereits im 10. Bis 20. Lebensjahr auftreten und ist der Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen mit ähnlichen Merkmalen. Die meisten Formen der juvenilen MD führen zu einer progressiven Verschlechterung der Sehfähigkeit. Meist wird anfangs im Sehzentrum, d. h. in Blickrichtung ein Fleck wahrgenommen, die Sehschärfe nimmt ab, Blendempfindlichkeit tritt auf, es kommt zu Störungen bei der Farbwahrnehmnung, teilweise kann es auch zu peripheren Gesichtsfeldausfällen kommen. Da diese Erkrankung relativ früh auftritt, sind die Ängste der Betroffenen – besonders vor vollständiger Erblindung – sehr stark ausgeprägt, jedoch bleibt im allgemeinen das periphere Sehen, das die Orientierung ermöglicht, erhalten, wenn nicht zusätzlich noch eine andere Erkrankung auftritt.

Die häufigste Form der juvenilen MD ist:

 

Stargardt´sche Makuladystrophie

Diese Erkrankung beginnt im Kindes- oder Jugendalter. In den ersten Monaten und Jahren kommt es zu einer rapiden Verschlechterung des zentralen Sehvermögens. Danach stabilisiert sich der Verlauf, schreitet aber dennoch langsam fort. Zwar kommt es nicht zur völligen Erblindung, man muß aber schlimmstenfalls mit dem Verlust der Lesefähigkeit rechnen. Im Frühstadium ist die Diagnose schwierig, da sich am Augenhintergrund kaum eine Veränderung erkennen läßt. Die typischen Merkmale mit dem klinisch sichtbaren Zelluntergang treten erst später auf.. Der Erbgang ist meist rezessiv.

 

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Stand: 01. Mai 1999