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Das Auge
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Das Auge

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Um den Sehvorgang im Auge zu erklären, bietet sich der Vergleich mit einem Fotoapparat an: Durch die Pupille (Blende) und die Augenlinse (Kameralinse) fällt das Licht auf die Netzhaut (Film). Die Netzhaut (Retina) ist die innere von drei Hautschichten, die den nicht sichtbaren hinteren Teil des Augapfels auskleiden. Unmittelbar hinter der Netzhaut liegt die Aderhaut, die sie ernährt, und die äußere Hülle bildet die schützende Lederhaut.

Die Netzhaut enthält Millionen von Sinneszellen; diese werden von den einfallenden Lichtstrahlen gereizt, und diese Reize leitet der Sehnerv in Form elektrischer Signale an das Gehirn weiter. Erst dort entsteht das eigentliche Bild, das wir sehen.

Während der Film überall die gleiche Lichtempfindlichkeit hat, ist die Empfindlichkeit der Netzhaut in verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich. Die Netzhaut besteht aus Stäbchen und Zapfen. Die Stäbchen ermöglichen das Nacht- und Dämmerungssehen, sie bedecken den größten Teil der Netzhaut. Die Zapfen sind für das Farbensehen notwendig und befähigen uns zur scharfen Bildwahrnehmung. Sie befinden sich hauptsächlich an der zentralen Stelle auf der Netzhaut, den sogenannten "gelben Fleck", der Makula. Auf sie fällt das Licht aus der direkten Blickrichtung. Vom Rand der Makula nach außen hin nimmt der Anteil der Stäbchen zu und der der Zapfen ab. Die Makula ist nur etwa 2 mm groß.

Das Gesichtsfeld des Menschen beträgt ca. 180°, aber nicht überall sehen wir gleich scharf. Die Gesichtsfeldmitte, also der Bereich der Blickrichtung, verfügt über die beste Sehschärfe. Diesen Bereich benötigen wir, um lesen zu können und Feinheiten zu erkennen. Nach außen hin nimmt der Visus ab. Die Randzone der Netzhaut, die Peripherie, ermöglicht die räumliche Orientierung.

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Stand: 29. April 1999